Anreise

Flugzeug

Auf Sizilien gibt es im Wesentlichen drei Flughäfen: Palermo, Trapani und Catania.

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Grundsätzlich wird in jedem Fall empfohlen ein Auto zu mieten, da das öffentliche Verkehrsnetz in Sizilien nur bedingt ausgebaut ist und Zugfahren bei 37 Grad nicht wirklich Spaß macht. Weitere Hinweise dazu findest du in der Rubrik „Auto mieten“. Der Flughafen von Catania ist ungefähr eine Autostunde von Taormina entfernt und wird zudem von München oder Stuttgart angeflogen. Von Memmingen aus wird aktuell nur Palermo angeflogen. Der Flughafen von Palermo „Falcone-Borsellino“ liegt gute drei Autostunden von Taormina entfernt. Falls sich jemand Palermo anschauen möchte, was sich definitiv für 1-2 Tage lohnt, kann das durchaus eine Option sein.

Die Flugzeit beträgt in jedem Fall etwa 2:15 Stunden, der Personalausweis ist ausreichend.

Auto


Allgemein

Die Anreise mit dem Auto lohnt sich aus zwei Gründen. Erstens „spart“ man sich einen Mietwagen und zweitens hat man so die Möglichkeit vor oder nach der Hochzeit, viele tolle Orte zu erkunden. Von einer „durchgehenden“ Fahrt über ungefähr 18 Stunden wird abgeraten, am besten fährt man mit ein bis zwei Zwischenstopps. Die effizienteste Route führt über Innsbruck – Verona – Florenz – Rom – Neapel nach Reggio Calabria, wo man auf die Fähre nach Messina, Sizilien gelangt. Alternativ ist der Grenzübergang nach Italien über die Schweiz möglich, hier sind allerdings nur Jahresvignetten verfügbar und ein dynamisches Fahrverhalten ist nicht ganz so günstig. Die Autobahnen in Italien und Sizilien sind gut bis sehr gut ausgebaut, jedoch meist kostenpflichtig. Mehr dazu gibt es unter der Rubrik „Maut & Fähre“.


Zwischenstopps & schöne Orte

Für einen Zwischenstopp eignet sich die Toskana südlich von Florenz am besten. Nicht nur wegen den tollen Weinen oder dem authentischen Essen, sondern vielmehr, weil es ungefähr auf der Hälfte der Strecke liegt. Aber der Reihe nach:

Bergamo

Die historische Altstadt von Bergamo „Bergamo Alta“ liegt wie eine Festung von dicken Stadtmauern umgeben auf einem Hügel, der einen tollen Blick auf die Weiten der Lombardei gewährt. Die Altstadt ist „fahrzeugfrei“ und kann mit einer Standseilbahn oder dem Bus (Linie 1) erreicht werden.

Bergamo Alta ist nicht sehr groß und kann gut an einem halben bis ganzen Tag besichtigt werden. Für Pizzabegeisterte empfehlen wir das Restaurant „DaMimmo“ – geniale Pizzen und andere tolle Gerichte, lohnt sich! (Reservieren ausdrücklich empfohlen)

Interessant: In Bergamo wurde das berühmte Stracciatella-Eis kreiert, das Original gibt es in der traditionellen Gelateria Marianna, die noch immer von den Inhabern geführt wird.

Mailand

Zu Mailand bedarf es keine großen Empfehlungen, einfach immer eine Reise wert. Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und gute Restaurants sowie Bars. Es wird gemunkelt, dass hier am „Piazza del Duomo“ vor geraumer Zeit ein Heiratsantrag stattgefunden haben soll. Empfohlener Aufenthalt: 1-2 Tage

Bologna

In Bologna finden sich neben der ältesten Universität Europas zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Da Bologna ein wenig im Schatten von Florenz steht, ist die Stadt nicht so sehr von Touristen überlaufen und eignet sich hervorragend für einen kurzen Städtetrip. Der Piazza Maggiore ist der zentrale Platz von Bologna und umringt von prächtigen Gebäuden. Hier findet man auch den berühmten Neptunbrunnen. Eine weitere Kuriosität des Platzes ist der Säulengang unterhalb des Palazzo del Podestà. Hier wirst du wahrscheinlich zahlreiche Leute sehen, die mit dem Gesicht zur Wand gedreht gegen die Mauer flüstern. Der Säulengang ist nämlich so gebaut, dass wenn einer an einer Säule flüstert, du die Worte ganz klar an der gegenüberliegenden Säule verstehen kannst. Die „Basilika di San Petronio“ lohnt sich auch von innen zu besichtigen, zusätzlich gewährt die Dachterrasse des Doms einen super Blick über die ganze Stadt. (Eintritt 3€)

Gleich neben der Piazza Maggiore befindet sich das Quadrilatero, ein wunderbar lebhaftes Viertel in der Altstadt. Es gibt Juweliere, Streetfood-Stände, Bäckereien, historische Apotheken und Obst- und Gemüsehändler – alles ganz bunt gemischt. Wofür das Viertel aber am bekanntesten ist, ist das riesige Gastronomie-Angebot. Im Quadrilatero findest du alles, was den Magen begehrt. Empfohlener Aufenthalt: 1-2 Tage

Interessant: An dem, was wir hierzulande Spaghetti Bolognese nennen, ist in den Augen der Bolognesi gleich zweierlei problematisch: erstens die Spaghetti, und zweitens die Bolognese. Denn einerseits ist das, was man in Bologna Ragù alla bolognese nennt, nicht einfach eine Tomaten-Hackfleisch-Soße, sondern muss unter anderem auch Möhren, Sellerie, Sahne und Weißwein enthalten, und andererseits, sind Spaghetti in der Region um Bologna kaum verbreitet – Tagliatelle sind dort wesentlich beliebter.

Cinque Terre

Die malerische Landschaft um die „fünf Dörfer“ Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola & Riomaggiore sollte man unbedingt mal gesehen haben. Durch die Lage an der bizarren Felsküste lassen sich die Gegenden der Cinque Terre am besten auf den wunderschönen Wanderwegen erkunden. Schmale Pfade führen euch durch Weinberge und Olivenhaine.

Die fünf Dörfer sind über gut ausgeschilderte Wanderwege miteinander erschlossen. Einer der beliebtesten Wege ist der Sentiero Azzuro, welcher euch von Riomaggiore nach Monterosso führt.

Auf einer Strecke von ungefähr 15 Kilometern wandert ihr auf den Spuren einer jahrhundertealten Dorfverbindung. Unser Tipp: Wenn ihr die Hauptwanderwege der Region erkunden wollt, dann solltet ihr euch die Cinque Terre Card zulegen.

Alternativ fährt ein Zug zwischen den fünf Dörfern, sodass man auch nur die einfache Strecke wandern kann.

Eine Unterkunft direkt in einem der Dörfer sollte unbedingt eine Parkmöglichkeit enthalten, da diese wirklich rar sind.

Empfohlener Aufenthalt: 1-2 Tage

Florenz

Die Hauptstadt der Toskana ist zugleich einer der schönsten Städte in Italien. Die Stadt der Renaissance, der Medici und des weltweit berühmten Doms zählt zu den bedeutendsten Kulturmetropolen Europas. Eine Auszeit vom geschäftigen Treiben der Stadt versprechen die Boboli Gärten hinter dem Pitti-Palast auf der anderen Seite des Flusses Arno. Der historische Florentiner Stadtpark wurde ursprünglich für die mächtigste Familie von Florenz – die Medici – entworfen und ist seit 1766 für Besucher geöffnet. Des weiteren ist Florenz eine Stadt der Kunst und des Handwerks. Hier gibt es viele kleine Geschäfte und Ateliers, die oft über Generationen weitergegeben wurden.

Lohnenswert sind auch die vielen Dachterassen, z.B. das „View on Art“ – der Name ist hier Programm. Die vielen schönen Brücken von Florenz und die berühmte „Ponte Vecchio“ sind sehr schön von der Höhe der Piazzale Michelangelo zu sehen. Falls sich das ganze noch mit dem Sonnenuntergang kombinieren lässt, umso besser.

Empfohlener Aufenthalt: 2-3 Tage

Toskana

Olivenhaine und Weinreben soweit das Auge reicht, sanfte Hügel, pittoreske Städte – die Toskana zählt ohne Frage zu den schönsten Orten in Italien. Wir können die Region um Chianti oder Montepulciano oder die Stadt Lucca empfehlen. Lohnenswert ist immer der Besuch von einem der vielen Weingüter, auch wenn diese Besuche meist nicht „günstig“ werden. Die meisten Unterkünfte in der Toskana, vor allem die schönen Abgelegenen haben ausreichend Parkkapazität zur Verfügung. Gerade im August macht eine Unterkunft mit Pool Sinn, da es auch in der Toskana im August sehr heiß wird.

Falls Ihr in der Nähe von „Gaiole in Chianti“ seid, können wir das Weingut „Ricasoli“ empfehlen. Das älteste Weingut Italiens mit dem wunderschönen Schloss Brolio lohnt sich nicht nur wegen den guten Weinen zu besichtigen. Die gutseigene Osteria rundet den Besuch ab. Eine Onlinereservierung mit oder ohne anschließendem Lunch ist problemlos möglich. Zwei weitere Perlen sind die Restaurants „Ristorante Malborghetto“ und „La Grotta della Rana“ – Welt trifft Klasse!

Empfohlener Aufenthalt: min. 2 Tage

Rom

„Alle Straßen führen nach Rom“ – Irgendwie stimmt es, denn Rom ist Sitz der Katholischen Kirche (Vatikan), die italienische Hauptstadt, Zentrum der Kunst, des Films und einer Esskultur, die man nur selten findet. Die moderne Architektur kann man hier immer mehr neben antiken Stätten bewundern, welche wohl weltweig einmalig sind.

So schön die Stadt auch ist, sollte man gerade in Rom mit offenen Augen durch die Straßen gehen und keine Wertsachen im Auto hinterlassen. Am besten eigenen sich Hotels mit einem bewachten Parkplatz. Verstärkt auch auf Handtaschen acht geben, außer man beabsichtigt sich eine neue zu kaufen.

Empfohlener Aufenthalt: 1-2 Tage

Amalfiküste

Zwischen Neapel und Salerno liegt einer der schönsten Küstenabschnitte Europas – die Amalfiküste. Die engen Straßen und das Verkehrchaos ist ebenso wie die traumhafte Landschaft mit ihren Zitrusbäumen einmalig.

Unser Tipp für einen Kurztrip: ein, zwei Tage auf der vulkanischen Garteninsel Ischia mit Ihren Thermalbädern. Der Rest der Zeit lässt sich wunderbar an den Küstenjuwelen verbringen: Sorrent, Positano oder Amalfi. Von dort aus starten spektakuläre Tagesausflüge. Die antiken Wunder von Pompeji locken ebenso wie die Gärten von Ravello und die umliegenden Berglandschaften. Fernab von den Touristenströmen und ganz in der Nähe liegt „Vietri sul Mare“. Das kleine Städtchen ganz im Süden der Amalfi-Küste ist berühmt für seine Keramik-Kunst. Schon seit dem Mittelalter werden hier Fliesen, Vasen, Teller und Schüsseln hergestellt, die man überall im Ort entdecken kann. 

Zu jeder Jahreszeit ist es am besten, im Voraus zu buchen. Sollte sich außer den Sommermonaten keine andere Reisemöglichkeit ergeben, betrifft das diesen Zeitraum natürlich umso mehr. Schöne, bezahlbare Zimmer sind knapp und die Nachfrage ist hoch.

Neapel

Neapel ist eine aufregende Stadt mit großartigen Sehenswürdigkeiten: die wuselige Altstadt, prachtvolle Bauwerke und wunderschöne Aussichtspunkte. Viel wichtiger aber noch: In Neapel wurde die Pizza erfunden und in ganz Italien ist man sich einig, dass die neapolitanische Pizza die beste des Landes ist und somit natürlich auch die beste der Welt.

Es ist tatsächlich schwierig in Neapel eine schlechte Pizza zu essen, wir empfehlen aber trotzdem drei wirklich sehr gute Pizzerien: „Pizzeria da Michele“, „Pizzeria Starita a Materdei“ & „Pizzeria da Concettina ai tre Santi“. Wer dann immer noch Hunger hat kann sich bestens in der „Trattoria da Nennella“ verköstigen lassen.

Neapel ist mittlerweile kaum gefährlicher als andere europäische Großstädte. Auch das zentrale Spanische Viertel, welches bis vor kurzem eine No-Go-Area war, ist mittlerweile eine touristische Attraktion geworden. Trotzdem gehört die Kleinkriminalität zum Alltag und man sollte möglichst die „Augen offen halten“.

Empfohlener Aufenthalt: 1-2 Tage 

Maut & Fähre

Für die Fahrt von Deutschland nach Sizilien fallen für die einfache Strecke ca. 85€ an Autobahngebühren an. Die Fähre von Kalabrien nach Sizilien kostet 80€ (Hin & Zurück). Hierfür kann das Ticket online oder problemlos auch vor Ort gebucht werden. Die Überfahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde.

Auto mieten

Am besten mietet man ein Auto von Deutschland aus über das Vergleichsportal „Check24“ – hier erhält man neben einer guten Übersicht meist auch die besten Angebote. Vor dem Ausleihen empfiehlt es sich alle Schäden des Autos via Fotos / Videos genau zu dokumentieren. Nicht sofort sichtbare Stellen, wie das Dach, sollten ebenfalls begutachtet werden um bei der Rückgabe eine „Böse Überraschung“ zu vermeiden.

Hinweise

Die App „Blitzer.de“ funktioniert in Österreich sowie Italien und weißt neben Baustellen auch auf vorwiegend fest installierte Blitzer hin. Zusätzlich wird in Italien gerne das System Vergilius oder Tutor verwendet, hier wird die Durchschnittsgeschwindigkeit über bestimmte Abschnitte ermittelt. Diese Überwachungen sind meistens eingeschaltet und man sollte sich auch dementsprechend an das jeweilige Limit halten. 

Der Blinker wird von italienischen Verkehrsteilnehmern, gerade in Süditalien, Äußert ungern verwendet. Das macht sich besonders beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr oder dem Abbiegen bemerkbar.

Anreise zu Fuß

Für die Anreise zu Fuß gibt es weder Einträge im „Guinness Buch der Rekorde“ noch ein anderes Benchmark. Wer zeitlich uneingeschränkt ist und zudem noch was für die Umwelt machen möchte, kann dies eventuell eine Alternative sein. Laut Google Maps beträgt die geschätzte Anreise etwa 267 Stunden, danach sollte man spätestens am 18.08.2021 loslaufen – ohne schlafen und „tanken“ versteht sich.

Hier findest Du alle wichtigen Informationen zu unserer Hochzeit: